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Futury: Banking - Be Green!




Heute ist das Thema Nachhaltigkeit so präsent wie selten zuvor. Immer mehr Menschen versuchen, das eigene Leben – ihre Mobilität, ihren Konsum und letztlich auch ihr Anlageverhalten – auf Nachhaltigkeit auszurichten, viele Unternehmen arbeiten bereits an Angeboten dafür. 

Für Banken, die ihre Kunden durch viele Lebenswelten begleiten, bringt dies neue Herausforderungen und Chancen. Neue Produkte und Geschäftsmodelle, neue Wettbewerber und Kooperationspartner – „Sustainable Banking“ verändert die Branche. „Bankkunden möchten heute wissen, wo ihr Geld investiert wird und haben großes Interesse an nachhaltigen Investments. Um am Megatrend Nachhaltigkeit teilzuhaben, müssen die Kreditinstitute ihre Anlagestrategien, Kooperationen, aber auch ihre Strukturen überdenken. Obwohl das Kundeninteresse da ist, haben viele Banken Schwierigkeiten, sich darauf einzustellen“, konstatiert Walter Sinn, Deutschland-Chef von Bain & Company.

Daher ist das Thema „Banking – Be Green!“ das zweite Projekt von „The Mission“. Die Initiative für eine nachhaltige Zukunft wurde von den Initiativpartnern Futury, einem Spin-off der Werte- Stiftung, Deutsche Bank, Bain & Company, GreenCycle und der Handelsblatt Media Group ins Leben gerufen. Die Idee hinter „The Mission“: Studierende entwickeln in jeweils dreimonatigen Projekten zu einem von 12 Themenfeldern Prototypen für nachhaltige Produkte oder Geschäftsmodelle. Unterstützt werden sie dabei nicht nur von den Init ativpartnern von „The Mission“, sondern auch von Unternehmenspartnern aus der jeweiligen Branche. Bei „Banking – Be Green!“ sind dies Zurich, Frankfurt School of Finance and Management, Medallia, Kaufl and und DWS. Das gemeinsame Ziel: die besten erfahrenen und jungen Köpfe versammeln und engagierte Unternehmen mit den besten Talenten, Student*innen und Absolvent*innen, zu vernetzen. Für die Teilnahme an „Banking – Be Green“ sind über 250 Bewerbungen eingegangen. Die 20 besten Bewerber*innen konnten sich durchsetzen und werden in den kommenden drei Monaten an innovativen Lösungen im Bereich Banking arbeiten. Die Bandbreite der Ideen ist breit gestreut: So wird eine neue Form von Studierendendarlehen, die durch die Arbeit in nachhaltigen Projekten abgearbeitet werden kann, entwickelt; es gibt ein Team, das die Entwicklung nachhaltiger Investmentpläne im Bereich Altersvorsorge vorantreibt sowie Toolszur Unterstützung nachhaltiger Lösungen beim Konsum und der Mobilität.

Alle Ideen stammen aus Themenwelten, in denen Banken ihre Kunden schon heute begleiten
und zunehmend stärker auf deren ökologisches Bewusstsein eingehen müssen. „Keine andere Branche weiß so viel über die Bedürfnisse und tatsächlichen Entscheidungen von Kunden wie Banken. In diesem Wissen schlummert ein enormes Potential, das dazu gehoben werden kann, der Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen“, sagt Tim Alexander, Chief Marketing O cer (CMO) und Chief Experience O cer (CXO) für das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank.

GEMEINSAM FÜR EINE NACHHALTIGE ZUKUNFT

Auf die Studierenden aus neun Nationen wartet ein straffes Pensum: Sie beginnen mit einem zweiwöchigen Kursprogramm vor Projektstart: Design Thinking, agile Arbeitsmethoden,
Projekt organisation, Kommunikationsstrategien – die Teil nehmer*innen durchlaufen ein spannendes Curriculum mit Trainer*innen aus der Praxis wie Bain & Company, Medallia und der
Handelsblatt Media Group. Nebenbei steht Teambuilding auf dem Programm, denn die jungen Talente werden in fünf Teams zusammenarbeiten.
Nach den zwei Wochen „Methoden-Bootcamp“ werden die Teams gleich ins kalte Wasser geworfen:
Bei der Kick-off -Veranstaltung des Projekts am 20. Februar an der Frankfurt School pitchen sie ihre Pläne auf der Bühne vor hochrangigen Vertreter*innen aller Unternehmen, die das
Projekt begleiten. „Ich bin begeistert von den Menschen und Ideen, die ich gesehen habe. Und der Energielevel aller Beteiligten bei ‚The Mission‘ befl ügelt mich und macht mir Mut“, fasst
Tim Alexander zusammen. In den folgenden 12 Wochen werden die Teams in der Start-up- Atmosphäre eines Co-Working-Spaces in Frankfurt ihre Prototypen entwickeln. Alle Unter -
nehmens partner stehen ihnen dabei die ganze Zeit zur Seite.

Im Mai werden die Lösungen in den Zwillingstürmen der Deutschen Bank der Ö entlichkeit vorgestellt – und vielleicht wird die ein oder andere Unternehmensgründung verkündet. Denn das Ziel von „The Mission“ ist es, Praxisnähe zu gewährleisten. „Ich ho e auf viele kreative Ideen, die den Unternehmenspartnern Denkanstöße für ihre eigenen Projekte geben“, formuliert Walter Sinn seine Erwartungen an das Projekt.

Wie kurz der Weg zum eigenen Unternehmen dann sein kann, hat das erste Projekt von
„The Mission“ zum Ende des letzten Jahres gezeigt:
Mit Recyda hat eines der Studierendenteams noch während des Projektes ein eigenes Unternehmen gegründet.